Das Schiff vor Anker

Eine hanseatische Kurzgeschichte

Einsam liefen sie dahin; verfolgt nur von der Widerspenstigkeit der eigenen Schatten. Die Steine glitzerten und schienen den Weg vorherzusagen.

In der Ferne kleine Menschentrauben, die sich aufgemacht hatten, die schwimmende Stadt für sich zu erobern. Langsam stiegen sie die vielen Treppen hinab, bedacht, keine Fehler zu machen. Das Schiff bestand aus schrägen, schnörkelosen Linien, die sich an den Wind angeschmiegt hatten. Er musste sich nur weit genug über die Reling beugen, um die Schiffsschrauben bei der Arbeit schwitzen zu sehen. Die Holzplanken der Treppen rochen nach frischer Holzlasur und der Stahl schien den Geruch auszuströmen, der in einer Werft dominierte.

Den Seewanderern prägte sich das Bild von hart-arbeitenden Männern in blauen Uniformen ein.

Die Kräne der Werft zeigten stramm in die Lüfte, bereit Großes zu leisten. Ein Liebespaar am Wasserrand, gab der Reling Struktur und verhinderte deren Niedergang. Es war Freitag in einem April.

Dockland, Hamburg

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